
Wettbewerb um die schönste Gartenanlage der Landeshauptstadt Dresden 2026
- Auswahl einiger Gedanken zum diesjährigen Thema -
Motto: "Zukunft gestalten mit bunten, vielfältigen Kleingärten - ökologisch und nachhaltig"
(Einsendeschluss am 15.04.2026)

1. Zukunft als Prozess: Wir gestalten Zukunft, indem wir Bewährtes erhalten und Neues wagen. Unser mobiles Vereinsheim (in Planung) und das offene Anlagenkonzept ohne Zäune zwischen den Parzellen zeigen, dass wir das Kleingartenwesen modern und flexibel interpretieren. Wir bleiben nicht stehen, sondern entwickeln uns gezielt weiter. Das heißt aber nicht, dass wir einen Projektgarten nach dem anderen anstreben. Sondern wir wollen - gemäß BWL - aus dem, was wir haben, das Maximale zeigen. Wir haben 42 Parzellen und es werden 42 Parzellen bleiben. Denn der Erhalt und die maximale Gemeinschaft ist uns wichtig. Stattdessen betonen wir, was wir gut können, für manchen nur das Gewöhnliche, für andere das "ein und alles". Es geht, um das Kleingärtnern. Und das ist unser Konzept bei der Bewerbung um die schönste Kleingartenanlage und nicht irgendein anderer Fokus. Zuhgleich blicken wir auch in die Vergangenheit. Denn wer seine Vergangenheit, wird die Zukunft nur schwerer gestalten und Identitäten verlieren.
2. Kunst und Ästhetik: Bunt und vielfältig bedeutet für uns die Bemühung für Kunst im Kleingartenwesen. Wir werden das zukünftig stärker ausbauen und die Verbindung verschiedener Kunst mit Kleingartenwesen suchen + uns probieren (Beispiele: Malereinen an der Bücherbox, erste gestaltete Lauben, Graffiti am Stromverteilerkasten; Lehrpfad und Beschilderungssystem). Doch auch mit Pflanzenkombinationen lassen sich verschiedende Kombinationen ausprobieren. Hier gibt es einige in unserer Anlage zu entdecken. So wird beispielsweise eine (noch duldbare) Koniferenhecke mit einem bunten Blütenmeer in eine völlig neue Hecke verwandelt. Ende Mai 2026 beginnt dieses Schauspiel aber zunächst erst. Aber es ist ein schnell wachsendes Blütenmeer :-)
3. Individuelle Freiheit: Bunt + Vielfalt heißt für uns auch, dass nach Beachtung RKO etc. absolute freie Vorstellung für Pächter gewährt wird. So ist jede Parzelle absolut individuell und 42 Parzellen verfolgen 42 Konzepte. Mehr geht nicht? Doch! Denn auch unsere Gemeinschaftsfläche verfolgt verschiedene Konzepte. War es früher der Kiesweg, lassen wir ihn von den Parzellen aus (wunderschön am Ostweg zu beobachten) zuwachsen. Auch unser Wiesenweg zeugt von einem gegenteiligen Konzept. Im hinteren Bereich des Ostweges planen wir eine Umstrukturierung zu einem Grasweg. Hintergrund ist die Verhinderung der Abtragung von Boden- und bisher Kiessschichten durch Regenwasser.
4.) Gelebte Buntheit und Vielfalt: Bunt sind bei uns nicht nur die Beete. Die Vielfalt spiegelt sich auch in Pächterstruktur (Mix) und unserem sozialen Engagement (Teilhabe, Demenz-Orientierung) wider. Doch was für uns zählt, ist die Leidenschaft für das Kleingärtnern. Ist das gegeben, ist uns die Gartenvergabe auch an ärmere Schichten ein Anliegen, ohne andere Schichten zu vergessen. Wir sind so Spiegelbild der Dresdner Stadtgesellschaft.
5.) Ökologische Vorbildrolle; Nachhaltigkeit bedeutet für uns Kreislaufwirtschaft. Von der wesenhaften Bienenhaltung (selten!!) über Verzicht auf Kunststoffe (parzellenabhängig, aber unser Anliegen) und Pestizide bis hin zur intelligenten Regenwassernutzung setzen wir Standards, die wir durch unsere Fachberatung aktiv in die Breite unserer ANlage tragen und klimaorientiert weiter ausbauen (ökologische Komponente der Nachhaltigkeit). Nachhaltigkeit legt dabei Schwerpunkt auf Ökologie-Soziologie, aber mit gewissem "Maulkorb" auch der Ökonomie).
6.) Resilenz durch Gemeinschaft: Nachhaltigkeit sichern wir durch Wissenstransfer. Unsere Fachberaterin (4. Platz "Natur sucht Kleingarten", unsere frisch ausgebildete Fachberaterin (welche in 2026 in die Übernahme des Vorstandsamtes auch der Fachberaterin hineinwächst) und unser engagierter Vorstand sorgen dafür, dass ökologisches Bewusstsein und soziale Verantwortung in Vereinskultur verwurzelt sind. Gemeinschaftspflege ist für unseren Verein Hauptinvestition - wir investieren in menschliche Beziehungen und Miteinander (soziale Kompnente der Nachhaltigkeit, so dass Gartenvergabe und Verein stabil und leidenschaftlich bleibt).
7.) Vernetzte Nachhaltigkeit: Wir denken über den Tellerrand hinaus. Durch zukünftig geplante Ausleihe unseres mobilen Heims an andere Kleingartenvereine und offenen Austausch mit Politik und Wohnumfeld fördern wir ein nachhaltiges Netzwerk. Wir haben faire Vorstellungen und verstehen Nachhaltigkeit auch als Zugangsmöglichkeit für ärmere Kleingärtner (spielt in die ökonomische Kompenente der Nachhaltigkeit hinein, aber zeigt, dass wir nicht den Profithebel ziehen wollen ... ein gewisser "Maulkorb"). Das spiegelt sich auch in unserer Gebührenordnung wider (Bereich Formulare).
8.) Fazit: Unsere "Oase inmitten der Stadt" beweist, dass Kleingärten unverzichtbare Ankerpunkte für Klimaschutz, sozialen Zusammenhalt und Lebensfreude sind. Wir gestalten Zukunft - bunt ökologisch, für alle erlebbar und als Gemeinschaft.
(Auswahl Ende)
Bei weiteren Gedanken sprecht uns gerne an oder vereinbart einen Termin mit dem Vorstand, um weiter ins Gespräch zu kommen.



